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15.12.2018
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Auftragsanalytik

Als unabhängiges universitäres Forschungsinstitut bieten wir Ihnen folgende Analysen an:


pH-Wert

Die ungestörte Entwicklung der Mikroorganismen ist sehr eng mit einem optimalen pH-Wert verbunden. Die Enzymaktivität ist, als grundlegende Voraussetzung für die Stoffwechselprozesse  im Biogasfermenter, stark vom pH-Wert abhängig.

Analytische Methode: DIN EN 12176 S5


Freie Flüchtige Fettsäuren (VFA)

Unter freien flüchtigen Fettsäuren (VFA, Volatile FattyAcids) versteht man Carbonsäuren der Kettenlänge C2 bis C5 (Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, i-Buttersäure Valeriansäure, i-Valeriansäure). Diese Säuren werden durch die Abbauprozesse im Biogasfermenter selbst gebildet. Bei einem stabil verlaufenden Faulprozess befinden sich das Säureangebot und der Säureabbau durch die Mikroorganismen im Gleichgewicht. Übersteigt das Säureangebot die Abbaukapazität der Methanmikroorganismen, kommt es zu einem Anstieg der Konzentration an flüchtigen organischen Säuren, die wiederum hemmend auf den Stoffwechsel der Methanmikroorganismen wirken.

Weil diese Analyse für eine rechtzeitige und adäquate Reaktion bei Prozessinstabilität essentiell ist, garantieren wir eine entsprechend schnelle Lieferung Ihrer Analysenergebnissen.

Falls wir die Proben spätestens bis Donnerstag 12:00 Uhr erhalten, werden Ihnen die VFA-Ergebnisse bis Freitag 18:00 Uhr per E-Mail übermittelt.

Analytische Methode: DIN 38414-19


Gesamtstickstoff (TKN - Total Kjeldahl Nitrogen) und Ammoniumstickstoff (NH4-N)

Stickstoff liegt im Substrat überwiegend in Proteinen gebunden vor. Beim Fermentationsprozess wird er etwa zu zwei Drittel in Ammoniumstickstoff (NH4-N) umgewandelt, welcher im Fermentationsendprodukt gelöst ist. Unter dem starken Einfluss von pH-Wert und Temperatur kann sich das Dissoziationsgleichgewicht von der dissoziierten (NH4+OH-) zur undissoziierten Form (UAN = Ammoniak NH3) verschieben, welche in erhöhten Konzentrationen auf Mikroorganismen toxisch wirkt.

Analytische Methode: DIN EN 25663 H11


Trockensubstanz (TS) und organische Trockensubstanz (oTS)

Trockensubstanz und organische Trockensubstanzgehalt sind wichtige Parameter zur Charakterisierung von Substraten. Der oTS-Gehalt hängt, ähnlich wie der CSB-Wert, mit dem Parameter Biologisches Methan Potential (BMP) zusammen. Aus diesem Grund werden die BMP-Ergebnisse oft neben Frischmasse (FM) auch auf oTS oder CSB bezogen.
Mit zunehmender Trockenmassenkonzentration können bei der Durchmischung des Reaktors erhebliche Probleme auftreten.

Es ist ratsam, mit Rücksicht auf die installierten Rührsysteme, den TS-Wert im Fermenter im vorgesehenen Bereich zu halten.

Analytische Methode: DIN 38 409 - H1 - 1
DIN 38 409 - H1 - 3


Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)

Der chemische Sauerstoffbedarf (CSB) ist ein Parameter, der aus der Abwasserreinigung stammt. Der CSB erfasst alle oxidierbaren Stoffe, woraus das Methanbildungspotential von Substraten berechnet werden kann.

Analytische Methode: DIN 38 409 - H41, ÖNORM M 6265


Biologisches Methanpotential (BMP, Batch Test)

Durch das BMP, kann das Methanpotenzial, potenzieller Energiegehalt, und Abbaugeschwindigkeit von beschickten Substraten bestimmt werden. Diese Analyse ist in der Planungsphase wegen z.B. Anlagendimensionierung wichtig. Die Bestimmung des BMP ist auch z.B. für Qualitätskontrolle oder bei der Suche nach und Validierung von alternativen Subtraten zu empfehlen. Die Batch Tests werden jede Woche am Dienstag angesetzt.

Analytische Methode: DIN 38 414-S8 und VDI 4630 (modifizierter Form, Ergebnisse in Nl CH4/kg oTS, Nl CH4/kg FM und Nl CH4/kg CSB, inkl. TS, oTS, CSB, TKN und Bericht)


Nährstoff- und Hygieneuntersuchung von Biogasgülle und Gärresten

Wir bieten die Nährstoffuntersuchung für Gärreste von landwirtschaftlichen sowohl für Abfallverwertungs- oder Kommunalbiogasanlagen an. Ziel dieser Untersuchung ist die Kontrolle und Einhaltung den in der Düngemittevorordnung oder EG 1774/2002 festgelegten Grenzwerten (z.B. Salmonella oder Enterobakter). Die Untersuchung wird in Regel im Frühling und Herbst vor dem Ausbringen auf die landwirtschaftlichen Nutzflächen durchgeführt.

Rechtliche Grundlage: BGBl. Nr. 100/2004 (Düngemittelverordnung) sowie weitere Novellierungen
Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 zur Hygiene bei tierischen Nebenprodukten sowie weitere Novellierungen


Spurenelementanalyse (SEA) und sequentielle Spurenelementextraktion (SSEE)

Mikronährstoffe, wie zum Beispiel Nickel, Cobalt oder Zink sowie einige weitere Elemente, sind für die Funktion einer mikrobiologischen Zelle essentiell. Viele Enzyme, und besonders die für die Methanbildung verantwortlichen, tragen in ihrem aktiven Zentrum ein Metall-Ion beziehungsweise benötigen es als Co-Faktor für ihre katalytische Aktivität. Spurenelemente sind als Mikronährstoffe daher essentiell für das Wachstum und die Substratabbauaktivität der mikrobiellen Biomasse im Fermenter.

Analytische Methode: Bioverfügbarkeit von Spurenelementen messen


Die Qualität, Verlässlichkeit und der Vergleich mit den anderen sind uns wichtig. Aus diesem Grund nehmen wir bei Laborringversuchen für biogasspezialisierte Labors teil, zum Beispiel in ADRIL (Anaerobic Digestion Research Interlaboratory Project).


Auf Wunsch können wir Ihnen gerne auch Probenahmegefäße zusenden.

Für Preisangebote kontaktieren Sie bitte:

Ludek Kamarad oder Wolfgang Gabauer

Weiterführende Informationen (in engl. Sprache) zum Thema "Prozess-Monitoring in Biogasanlagen" finden Sie in folgender Publikation.


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